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Führungskräfteentwicklung

Erfolgreich in die nächste Führungsposition – „Identität und Ambivalenz“

Von Siegfried Neubauer, 06.12.2017

Erfolgreich in die nächste Führungsposition – „Identität und Ambivalenz“

Kann man als neue Führungskraft in einem Unternehmen für Identität sorgen? Das wirft vorher die Frage auf, was Identität eigentlich ist und ob man sie überhaupt benötigt. Sich mit jemandem oder etwas zu „identifizieren“ hat ja eher den schalen Beigeschmack, dass man die eigene Identität zu Gunsten von etwas anderem zumindest teilweise aufgibt. Oder doch nicht?

Unterschiedliche Identitäten sind notwendig

Schaut man sich verschiedene Definitionen an, so liest man u.a., dass „Identität die Gesamtheit ist, die eine Entität, einen Gegenstand oder ein Objekt kennzeichnet und als Individuum von allen anderen unterscheidenden Eigentümlichkeiten beschreibt.“ Und weiter „Wenn sich zwei Gegenstände des Diskursuniversums in allen Eigenschaften gleichen, sind sie nicht mehr unterscheidbar...“.

Bezogen auf ein Unternehmen scheint hier Gegenläufiges stattzufinden. Auf der einen Seite sind verschiedene „menschliche“ Identitäten durchaus gefragt und notwendig, da man in einem Unternehmen ja unterschiedliche Eigentümlichkeiten von Menschen braucht. Es sind Menschen, welche diese besonderen Eigentümlichkeiten benötigen, um

  1. führen können und den Gesamtblick nicht aus den Augen verlieren.
  2. spezielle Aufgaben zu erledigen und sich darin sogar verlieren.
  3. Routineaufgaben mit großer Präzision und selbständig erledigen.

Diese Menschen sind eigene und ganz unterschiedliche Identitäten, das ist gut so.

Auf der anderen Seite braucht es in einem Unternehmen auf der Diskurs- und Wahrnehmungsebene etwas, dessen Eigenschaften für viele gleich oder ähnlich sind, eine Art „unternehmerische" Identität. Also etwas Verbindendes, auf das man hinarbeitet, das einem etwas wert ist und das einem das Anstrengende im beruflichen Kontext aushalten lässt. Begriffe dafür sind das große Ganze, strategische Ziele, Mission und Purpose, Kultur, Wertekanon u.v.m.

Identität als Quelle von Ambivalenz

Identität hat also im unternehmerischen Kontext durchaus eine ambivalente Bedeutung, zumal diese unterschiedlichen Identitäten in ein und derselben Person Konflikte auslösen können. Da prallen innere und äußere „Eigentümlichkeiten“ aufeinander. Nicht umsonst fühlen sich Menschen in der einen Organisation sehr wohl und in einer anderen Organisation ist es für sie kaum auszuhalten.

Im nächsten Blog Führung geht es weiter mit Identität. Und zwar wie man als neuer CEO in einem Startup für Identität sorgen und diese gestalten kann – bleiben Sie dran!

Herzlichst Ihr

Siegfried Neubauer

Geschäftsführender Gesellschafter acm quadrat
Berater, Speaker, Coach

Leader`s Letter

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