Der Management-Blog

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Strategieentwicklung

#1 Worüber reden wir eigentlich? Systemdenken ist gefragt...

Von Siegfried Neubauer, 22.05.2017

#1 Worüber reden wir eigentlich? Systemdenken ist gefragt...

Herzlich willkommen zu meinem Blog strategisches Management. Ich durfte in fast 20 Jahren Unternehmensbegleitung schon einige tausend Führungskräfte aus verschiedenen Branchen und Ebenen kennenlernen und mit ihnen arbeiten. Wenn wir über strategische Herausforderungen und der „Lebensfähigkeit“ des Unternehmens sprachen, so tauchte nicht selten die Frage auf: „ Worüber reden wir eigentlich?“

Meist fehlte der gemeinsame Denkrahmen. Und das obwohl in den Organisationen eine Unmenge an Daten und Informationen zur Verfügung standen. Zum einen waren sie aber oft verstreut und wurden nicht akkordiert ausgewertet, und zum anderen wusste man manchmal nicht, wonach man eigentlich suchte. In Wahrheit fehlte es aber nicht an Daten, sondern an Übersicht und am systemischen Ansatz, da viele die Herausforderungen des Unternehmens nur aus ihren „speziellen“ Aufgabenbereichen heraus betrachteten.

In anderen Disziplinen hingegen ist eine systemische Denkungsart durchaus verbreitet. In der Technik z.B. weiß der Getriebeingenieur genau, wie ein Motor funktioniert und dass nur das Zusammenspiel aller Teile „mehr leistet“ als die Summe der Einzelteile. In der Medizin ist es ähnlich – ein einigermaßen gut ausgebildeter Allgemeinmediziner weiß genau, was die Lunge leistet, wie sie mit dem Blutkreislauf zusammen arbeitet, welche Rolle dabei das Rückenmark spielt etc.

Zurück zum strategischen Management. Retrospektiv zeigt sich, dass man für viele strategische Entscheidungen oft nur einen kleinen relevanten Teil jener Informationen benötigt, die man gesammelt hat oder die zur Verfügung gestanden sind. Aber welche Daten / Informationen sind nun relevant? Eine Analogie findet man in der „Theorie der essenziellen Variablen“ des englischen Neurokybernetikers Ross W. Ashby („An Introduction to Cybernetics. London 1956“; siehe auch MoM 05/13): „Der Organismus benötigt für sein Überleben ein bestimmtes Set an essenziellen Variablen, die er unter Kontrolle halten und durch seine Regelungssysteme gegen alle erdenklichen Störungen von außen abschirmen muss“. Zu den essenziellen Variablen eines Menschen gehören z.B. Pulsfrequenz, Zuckerspiegel, Sauerstoffgehalt des Blutes etc. Diese dürfen innerhalb gewisser Grenzen schwanken und definieren den gesunden Zustand des Organismus.

Gibt es so etwas auch für Wirtschaftsunternehmen / andere Organisationen? Ja, und man kennt es unter dem Begriff „Die sechs Beurteilungsgrößen für den Gesundheitszustand eines Unternehmens“. Im nächsten Blog Strategie/strategisches Management starten wir mit diesen sechs Messgrößen, deren Wirkung und Ausprägung ich an stellvertretend für andere Branchen am Beispiel eines Großkrankenhauses erläutern werde – bleiben Sie dran!

Herzlichst Ihr

Siegfried Neubauer

Geschäftsführender Gesellschafter acm quadrat
Berater, Speaker, Coach

Leader`s Letter

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