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Führungskräfteentwicklung

Erfolgreich in die nächste Führungsposition – Werkzeuge und Prinzipien

Von Siegfried Neubauer, 06.03.2018

Erfolgreich in die nächste Führungsposition – Werkzeuge und Prinzipien

Wenn man von Führung in einer neuen Position spricht, so stellt sich sofort die Frage: Wen soll man denn dort eigentlich führen? Aus der Helikopterperspektive ist Führung klar mehrdimensional, und daher braucht es auch unterschiedliche Werkzeuge und Prinzipien. Eine kurze Bestandsaufnahme.

Dimensionen der Führung

Als erstes fallen einem sofort a.) die Mitarbeiter ein, die es zu führen gilt. Unterschiedliche Ansätze wie „die Führungskraft als Coach, agiles Führen, positive Leadership oder Storytelling“ etc. zeigen schon, wie vielfältig die Sichtweisen sind und dabei sind noch nicht einmal die Mitarbeiter mit ihren individuellen Ansprüchen dabei. Eine weitere Dimension sind b.) die Kollegen. Hier braucht es mit dem sehr anspruchsvollen Ansatz der „lateralen Führung“ besonders viel Überzeugungskraft und einen gemeinsamen Denkrahmen. Mit dem c.) Chef hat man eine weitere Dimension der Führung – und ja, man kann seinen Chef führen. Vielleicht nicht so wie Mitarbeiter, aber immerhin so, dass man die Stärken seines Chefs für seine Arbeit möglichst gut verwenden kann. Und nicht zuletzt hat man d.) sich selbst zu führen. Es gibt unzählige Ansätze der persönlichen Arbeitsmethodik und es lohnt sich, diese besonders in einer neuen Führungsposition zu überdenken.

Werkzeuge brauchen doch nur Handwerker, oder?

Jeder Beruf ist definiert durch bestimmte Aufgaben die es zu erfüllen gilt. Wenn ein Chirurg ein neues Kniegelenk einsetzt, ein Tischler eine neue Kommode tischlert oder ein Polizist eine Befragung durchführt – sie alle kennen ihre Aufgaben, die dabei zu erfüllen sind. Um diese Aufgaben zu erfüllen, braucht es aber Werkzeuge wie Skalpell und Zange, wie Kreissäge und Hohllochbohrer oder Checklisten und Fragetechniken. Diese Werkzeuge muss man trainieren und gut beherrschen. So muss auch eine Führungskraft wissen, welche Aufgaben sie zu erfüllen hat und welche Werkzeuge sie einzusetzen hat. Ob das professionelle Meetings, Zielvereinbarungsgespräche oder Stärkenfilter sind – man muss sie trainieren, um sie möglichst wirksam einsetzen zu können.

Erdung und Besinnung durch Prinzipien!

In vielen Gesprächen mit Führungskräften kam meist das Thema auf, dass man zu wenig Zeit und daher Stress hat. In der positiven Psychologie sieht man das übrigens genau umgekehrt – man hat Stress und daher zu wenig Zeit, dazu aber ein anderes Mal. Das Bedürfnis der Erdung, des Besinnens und des Klarsehens ist in solchen Situationen besonders groß. Und genau da helfen Prinzipien der Führung. Das könnte nach Fredmund Malik „Resultatorientierung“ und „Konzentration auf Weniges“ sein oder „Charakterliche Integrität“ und „Wertschöpfung durch Wertschätzung“ wie es andere formulieren. Mit anderen Worten, besonders in turbulenten Zeiten, in Krisen oder wenn man sich so gar nicht mehr raussieht – dann helfen Prinzipien, auf die man sich verlassen kann.

Im nächsten Blog Führung starte ich dann die detaillierte Serie, mit welchen Werkzeugen und Prinzipien Führungskräfte in ihrer neuen Position erfolgreich waren – bleiben Sie dran!

Herzlichst Ihr

Siegfried Neubauer

Geschäftsführender Gesellschafter acm quadrat gmbh
Berater, Speaker, Coach

Leader`s Letter

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